„Artgerechte Tierhaltung ist unsere Leidenschaft“

Liebe Gallowayfreunde und Feinschmecker,

wir, die Familie Ingwersen, züchten seit über 25 Jahren Galloways. Angefangen hat alles in Schierensee. Nachdem wir uns 1987 einen Resthof mit 18 ha Land kauften und diesen mit viel Fleiß und Schweiß renoviert und restauriert haben, stand irgendwann die erste Kuh im Stall, und kurz darauf standen zwei erste Galloways auf den angrenzenden Weiden. Die Tiere vermehrten sich, bald mussten Flächen dazu gepachtet werden. Der Bestand wuchs auf fast 100 Tiere heran. Vornehmlich gesundheitliche Gründe veranlassten uns den Resthof 2004 wieder zu verkaufen und den Tierbestand auf ca. 30 Tiere zu reduzieren. Und so zogen wir nach Bordesholm, behielten aber unsere Pachtflächen für die noch ca. 30 Tiere.

Seit 2012  ist  unser Sohn mit in den landwirtschaftlichen Betrieb eingestiegen. Er hat eine Lehre als Landwirt abgeschlossen und will die Gallowayzucht und Fleischvermarktung auf jeden Fall weiter betreiben. So haben wir wieder angefangen aufzubauen und verfügen heute, Stand August 2017, über einen Tierbestand von 81 Tieren. Pro Jahr werden im Schnitt 20 Kälber geboren und wir sind immer sehr froh, wenn alle Kälber gesund geboren und wohlauf sind.

Unsere Tiere leben das ganze Jahr im Freien auf Wiesen in Steinfurt (Eidertal) und Ekhöft (am Westensee) und trotzen dabei auch so manch ungemütlichen Wetterbedingungen. Sie fressen nur frisches Gras in den Sommermonaten und werden in den Wintermonaten mit Heu und/oder Heusilage zugefüttert. Dieses Futter wird von uns auf den eigenen Graslandflächen selbst hergestellt.

Die Tiere erhalten weder Wachstumsförderer noch Kraftfutterzugaben, geschweige denn präventiv Antibiotika. Dieses wird nur im dringenden Bedarfsfall verabreicht, also z. B. bei Krankheit, und nur vom Tierarzt verordnet, dosiert und zugeführt.
Allerdings erhalten sie ab und an ein paar Leckerlis in Form von Äpfeln oder Rübenschnitzeln. Dadurch erreichen wir, dass die Tiere keine Angst vor uns Menschen haben und nicht verwildern. Es vereinfacht es zudem die Tiere einzufangen z. B. für eine jährlich vorgeschriebene Blutuntersuchung durch den Tierarzt oder bei erforderlicher Umsetzung auf andere Weiden. Weitestgehend stressfrei können die Tiere so in den dafür vorgesehenen Treibestand hineingetrieben werden, um dann die entsprechende Maßnahme durchzuführen.

Durch die natürliche Haltung und Fütterung wachsen unsere Rinder langsam, dabei kann das Fleisch intramuskuläre Fetteinlagerungen bilden, was später für den hervorragenden Geschmack sorgt. Außerdem ist durch das langsame Wachstum und die natürliche Fütterung der Wasseranteil im Fleisch deutlich geringer als z. B. bei Fütterung mit Wachstumsförderern.

Diese Form der Fütterung ist somit maßgeblich entscheidend für die Fleischqualität die sich entwickelt, aber sie ist auch deshalb so wichtig, weil sich bei Fütterung mit Gras und Heusilage ungesättigte Omega 3 Fettsäuren im Gallowayfleisch einlagern können, die der menschliche Körper selbst nicht bilden kann. Omega 3 Fettsäuren schützen uns jedoch vor vorzeitigen Herzerkrankungen und gefährlichen Gefäßablagerungen und sind deshalb wichtig in unserer Ernährung.

Galloways, die nur mit Grasprodukten gefüttert wurden, liefern daher ein besonders hochwertiges und gesundes Fleisch, das zudem sehr aromatisch und würzig schmeckt und somit ein Genuss für jeden Feinschmecker ist.
Es ist zudem eine Freude für jeden Tierfreund, die Tiere im Freien zu beobachten. Tiere, die sich genüsslich an gut gefüllten Futterraufen ihren Magen füllen, die frisches Gras mit Hingabe fressen, deren Kälber wie Kinder auf den Weiden spielen, die sich auch gerne die wärmende Frühlingssonne auf das Fell scheinen lassen.

Auch wenn unsere Wetterbedingungen den Tieren eine Menge abverlangen, kein Grund zur Sorge, Galloways können im Freien gehalten werden. Bei besonders strengen Wintern haben sie immer Plätze an denen sie sich windgeschützt zur Nacht hinlegen können oder Strohflächen als Unterlage, damit „der Bauch“ schön warm bleibt.

Im Winter 2013 wurden drei Kälber geboren, eines sogar bei Minusgraden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie robust die Tiere sind, ist die erste Woche überstanden und das Kalb kann seine eigene Körpertemperatur anpassen, dann kann man aufatmen und hoffen, das ein gesundes Kalb heranwächst. Wichtig ist natürlich, dass das Kalb in dieser Zeit gut trinkt und die so wichtige Biestmilch von der Kuh erhält. Das ist die erste Milch nach der Geburt, die besonders viele Stoffe zur Infektabwehr der Kälber enthält. Dann können die Tiere glückliche Jahre in freier Natur heranwachsen.

Im besten Schlachtalter, im Alter von 24 – 36 Monaten, werden die Tiere, die vermarktet werden sollen, geschlachtet. Auch der Schlachtprozess wird für die Tiere weitestgehend stressfrei durchgeführt. Die Schlachtungen selbst, das hinreichend lange Abhängen, das fachgerechte Zerlegen und das portionsweise Verpacken (vakuumiert) erfolgt beim ortsnahen Fleischereibetrieb mit Bio-Zulassung.

Haben Sie Lust, möchten Sie dieses Galloway-Genußfleisch einmal probieren? Überzeugen Sie sich von der Qualität, rufen Sie uns an oder mailen Sie uns, wir erteilen Ihnen gern weitere Auskünfte und nicht nur das: Wir nehmen natürlich gerne Ihre Bestellung entgegen!